Aktuelles

Aktuelle Meldungen aus der Gemeinde Holthusen.

9/10.Juni - Festwochenende 2018

So leben wir -  Lebensfreude pur                  Festmotto 2018

 

Das hat Holthusen noch nicht gesehen. Dass alles immer noch steigerungsfähig ist haben Holthusens Einwohner eindrucksvoll bewiesen. Alle fünf Jahre gibt es ein Dorffest, bei dem alle auf den Beinen sind. Für knapp 900 Einwohner also eine Meisterleistung. Schon Monate im Voraus wird vom Festausschuss der Gemeinde ein Motto bekannt gegeben. Darauf warten die Einwohner und Nachbarn ganzer Straßenzüge, um ihren Festwagen vorzubereiten. Der Umzug am Sonnabendvormittag ist der unbestrittene Höhepunkt. Bis dahin herrscht in den Straßen geschäftiges Treiben und jeder versucht, sein Thema vor den Einwohnern der anderen Straßen geheim zu halten. Diese schöpferische Zeit bringt die Nachbarn wieder zu einer wunderbaren Gemeinschaft zusammen. Dabei wird so mancher trübe Gedanke bei dem einen oder anderen vertrieben und viele verspüren den Vorteil, in einer intakten Dorfgemeinschaft zu leben. Den Phantasien wird bei den Vorbereitungen freier Lauf gelassen. Und der Spaß, sich zu kostümieren, wird überall ausgelebt. Ganze Familien sind in der Vorbereitungszeit auf der Suche nach der passenden „Klamotte“ und dabei werden weder Kosten noch Mühen gescheut, um am Umzugstag alle anderen „auszustechen“. Das alles ist wirklich der größte Spaß für die Teilnehmer. Diese Lebensfreude kann man dann besonders bei der Aufstellung der Festwagen mit ihren Festgemeinschaften auf dem Sammelplatz in Lehmkuhlen spüren. Hier werden die Geheimnisse gelüftet und die Atmosphäre ist unbeschreiblich. Jeder freut sich mit den anderen und bewundert die kreativen Schöpfungen. 

In diesem Jahr war schon bei der Aufstellung den meisten Teilnehmern klar, dass der Sieger dieses fröhlichen Wettbewerbs die Schmiedestraße mit den „Goldenen 20er Jahren“ sein muss. Die wunderschönen Kostüme der Damen im Charleston-Stil mit langen Perlenketten und kunstvoll ondulierten Frisuren aus dem „Hotel Adlon“, der Hoteldirektor und der Portier und Barmann waren einfach wunderschön anzusehen. Das i-Tüpfelchen war aber die beschwingte Choreographie eines passenden Tänzchens, dass die Damen auf die Straßen brachten. Beim Schreiben dieser Zeilen habe ich noch die Musik im Kopf. 

Das war nur ein Höhepunkt – die anderen Straßen legten nach. Da gab es den „Zirkus Holli Galli“ vom Dorfplatz oder das wie die Bayern feiernde Feiervolk von Dorfstraße und Wiesenweg, oder „Herbert und seine Bienen“ von der Bahnhofstraße in wunderschönen Kostümen, den Verein Landleben e.V. Holthusen, der Omas 90. Geburtstag feierte oder Spaß, Sport und Spiel inclusive Pullerparty vom Büdnerweg und Warsower Straße, das große „Schubkarrenrennen“ der Straße der Jugend, die „Bossel tour“ der Warsower Straße, oder die „Beinharten Bilder von Werner in Holthusen“, mit denen der Buchholzer Weg dabei war und die Kita „Gänseblümchen“ mit ihrem „Küken Alarm“ und „angekommen in Holthusen“ und aufgenommen in die Dorfgemeinschaft fühlen sich Fam. Arndt durch Fam. Helms aus der Dorfstraße. Die Kinder der Jugendfeuerwehr und die Grisu-Gruppe hatten einen eigenen Festwagen und auch die FF Holthusen feierte mit. Den Abschluss bildeten imposante Landwirtschaftsfahrzeuge der Agrargemeinschaft Holthusen, die zum feiern dabei waren. Stimmung machte auch die Jugendgruppe vom Tanzstudio Hagenow, die den Festumzug bereicherten. Herzlich begrüßt wurde auch ein kleiner Pampower Festwagen, der die Grüße der Nachbarn überbrachte.

 Das herrliche Frühsommerwetter mit strahlendem Sonnenschein und 32 Grad Lufttemperatur schon vormittags um 10.00 Uhr hat den Teilnehmern alles abverlangt, denn von Lehmkuhlen, fast Ortsausgang, bis zum Sportplatz in Holthusen sind es mehr als drei Kilometer Fußweg. Das war schon eine Herausforderung besonders für die vielen Teilnehmer in den sehr wärmenden Kostümen.

Dabei floß viel Wasser durch die Kehlen und die Rücken hinunter. Es war aber auch eine wunderbare Stimmung, denn wer nicht am Umzug teilnahm, hatte in den Vorgärten entlang der Strecke Platz genommen und konnte das Spektakel im Schatten verfolgen und spendete anerkennenden Applaus. Am Dorfplatz in Holthusen übernahm „Samba Tucada“, die Rhythmus- band der Kreismusikschule Parchim mit stimmungsvoller Musik die Spitze des Umzugs. So ging es bis zum Sportplatz an der Jury vorbei zum Festplatz. Das war eine ganz schöne Tortur, aber allen stand die Freude ins Gesicht geschrieben. Die Gemeinde bedankte sich bei allen Teilnehmern mit einer Urkunde und Sektflaschen für die Teilnahme am Festumzug. Dann ging die Party weiter, mit stimmungsvoller Unterhaltung durch den Moderator Mathias Funk, einen Auftritt der Jugendgruppe vom Tanzstudio Hagenow und ein kleines Konzert von „Samba Tucada“. Und das alles bei tropischen Temperaturen. Das tat der Stimmung keinen Abbruch, es wurde weiter gefeiert mit Kettenkarussel, Ponyreiten und Kinderschminken für die Kleinen. Am Nachmittag leerte sich der Festplatz zusehends, denn die Teilnehmer und Gäste wollten sich ein wenig erholen und auf den Tanz in der Mehrzweckhalle vorbereiten. 

Um 20.00 Uhr waren alle wieder da – der Saal war voll, als die Holthuser Band „Zwei Life“ den Abend eröffnete. Und dann kam der spannende Moment, die Entscheidung der Jury wurde bekannt gegeben. Diese Spannung kennen nur die, die mitmachen. Jubel brach aus für die Sieger – und alle haben es ihnen gegönnt – die Schmiedestraße und ihre „goldenen 20er Jahre“. Als Gruß an das Feiervolk gab es noch einmal das Tänzchen der Charleston-Damen. Einmalig! Der Preis ist ein Spaziergang mit dem Nachtwächter durch Schwerin incl. Hin-und Rückfahrt. 

Der zweite Preis ging an den Buchholzer Weg, der mit „Werner“ beinhart durch Holthusen unter-wegs war. Sehr originell und mit einem wunderschönen roten Oldtimer mit König aus Werner´s Träumen, hübschen Krankenschwestern und pausierenden Bauarbeitern und vorneweg natürlich Meister Röhrich und sein Lehrling – Werner. Der Preis ist ein Besuch der Sternwarte Schwerin incl. Hin-und Rückfahrt. 

Der „Zirkus Holli-Galli“ vom Dorfplatz hat den dritten Preis erobert. Es war eine Meisterleistung mit diesen Kostümen so lange durchzuhalten! Hier wurde alles aufgeboten, was bei einem echten Zirkus dabei ist. Pferde, Gaukler, starke Männer, Seiltänzerinnen, Clowns, Artisten und echte Pferdchen. Sehr liebevoll gemacht bis ins Detail. Selbst der Dorfplatz wurde zur Manege und zünftig geschmückt. Der Preis war ein großes Grillpaket der Fa. Rupnow 

Eigentlich hätten alle einen großen Preis verdient, weil es so außergewöhnlich schön und stimmungsvoll war. Der Abend wurde sehr beschwingt und die Tanzfläche war, trotz der Temperaturen, sehr gut gefüllt. Beste Unterhaltung für Auge und Ohr boten auch die Damen vom Tanzstudio Hagenow mit ihren Tänzen. 

Die Eingeweihten wissen, etwas fehlt noch. Wie bei den letzten Festen gab es auch wieder eine Bewertung der geschmückten Straßen und Vorgärten. Sabine Schickel hat mit viel Spaß diese Bewertung vorgenommen und die Preise übergeben. Dabei gab es wieder einen unangefochtenen Sieger: die Schmiedestraße. Es war wunderbar anzusehen, mit wie viel Liebe zum Detail hier gearbeitet wurde. Das war eine Kiste Sekt wert. Zweiter wurde der Dorfplatz, der hier eine große Manege samt Zirkusplakaten aufbaute und dafür eine halbe Kiste Sekt erhielt. Und dann gab es noch einen besonderen Preis für einen unentwegten Angler im Vorgarten von Familie Schumacher im Buchholzer Weg. Dort ist die Straße zu Ende und kein Festumzug kam vorbei und trotzdem wurde so viel Liebe zum Schmücken aufgebracht. Das war noch eine Flasche Sekt wert. 

Liebe Festteilnehmer und liebe Holthusener Einwohner, das war eine Meisterleistung und es ist sehr schwer, das noch zu toppen. In fünf Jahren feiern wir 775 Jahre Holthusen und das soll allen genauso viel Spaß und Freude machen wie das diesjährige Fest. Also, bleiben Sie kreativ und sammeln Sie Ideen. Wie schnell fünf Jahre vergehen, haben wir gerade erlebt. 

Das war noch nicht alles an diesem Wochenende. Bei der Agrargemeinschaft wurde weiter gefeiert beim „Tag des offenen Hofes“. Die Sonne brannte erbarmungslos auf den Festplatz bei gefühlten 40 Grad Wärme. Hier fand die Eröffnung des landesweiten Hoftages für Mecklenburg-Vorpommern statt. Der Landwirtschaftsminister Till Backhaus und der Präsident des Landesbauernverbandes Detlef Kurreck eröffneten den Tag mit einem sehnsüchtigen Blick zum Himmel und dem Hoffen auf Regen. Die Kita-Kinder vom „Gänseblümchen“ Holthusen schickten Luftballons auf die Reise und das Landespolizeiorchester spielte zur Unterhaltung der Besucher. Unter diesen Bedingungen im Zelt war das Schwerstarbeit. Und am frühen Nachmittag kam er dann – der Regen. Kurz und heftig und mit Gewitter. Danach war die Luft wunderbar frisch und die Gäste machten weiter. Sogar ein kleines Schwein wurde verlost, allerdings nicht zur größten Freude der Gewinner. Aber passend zum Hoffest eben. Es gab eine salomonische Lösung und das Schwein konnte doch noch seiner Bestimmung nachkommen.

Diese Fest bleibt uns sicher noch lange in Erinnerung. Damit es gelingen konnte, waren viele helfende Hände nötig. Dem Festausschuss gilt mein ganz besonderer Dank. Unter Vorsitz unserer Sozialausschusschefin Petra Brasch tagten die Mitglieder unzählige Mal und haben alles perfekt vorbereitet. Auch das war eine Meisterleistung. Allen Helfern beim ein- und ausräumen der Sporthalle, beim Fußboden verlegen, beim Aufräumen und sauber machen gilt unser Dank. Auch das war eine Meisterleistung. Danke an die Feuerwehr für das Aufhängen der Wimpelketten. Danke an die Gemeinde Pampow für die Bereitstellung der Bühne und an die Spedition Lobenstein und Stenzel aus Holthusen für die Bereitstellung des Sattelaufliegers für die Außenbühne. Danke an die Juroren.

Und danke an Sie alle, liebe Holthusenerinnen und Holthuser, dass Sie so wunderbar mitgemacht haben und sich und uns allen ein so unvergessliches Wochenende beschert haben.

 

Mit herzlichen Grüßen

Ihre Bürgermeisterin

 

Marianne Facklam

 

Zurück

20200324_Dritte Verordnung der Landesregierung_Corona

Dritte Verordnung der Landesregierung über Maßnahmen zur Bekämpfung der
Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-00V-2
in Mecklenburg-Vorpommern
(Dritte SARS-CoV-2-Bekämpfungsverordnung — SARS-00V-2-BekämpfV Ill)
vom 23. März 2020

Aufgrund des § 32 Satz 1 des Infektionsschutzgesetzes verordnet die Landes-
regierung:

Artikel 'I
Änderungen

Die Verordnung der Landesregierung über Maßnahmen zur Bekämpfung der Aus-
breitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 in Mecklenburg-Vorpommern vom
17. März 2020 (GVOBI. M-V S.82), zuletzt geändert durch die Zweite Verordnung der
Landesregierung über Maßnahmen zur Bekämpfung der Ausbreitung des neuartigen
Coronavirus SARS-CoV-2 in Mecklenburg-Vorpommern vom 21. März 2020 (GVOBI.
M-V S.86), wird geändert wie folgt:

1. Der § 1 wird wie folgt gefasst:

„§1
Einzelhandel, Einrichtungen, sonstige Stätten

(1) Sämtliche Verkaufsstellen des Einzelhandels werden ab dem 18. März 2020,
06:00 Uhr, geschlossen. Ein Verkauf mittels Lieferdiensten oder Abholung bleibt
gestattet. Nicht betroffen von den Schließungen sind: Einzelhandelsbetriebe für
Lebensmittel, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte,
Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen,
Poststellen, Zeitungsverkauf, Tierbedarfsmärkte und Blumenläden.

(2) Bau- und Gartenbaumärkte werden ab dem 23.03.2020, 20:00 Uhr,
geschlossen. Dies gilt nicht für den Verkauf an gewerbliche Kunden. Ein Abhol-
und Lieferservice für gewerbliche und private Kunden ist möglich.

(3) Der Großhandel ist von der Schließung nach Abs. 1 und 2 nicht betroffen.

(4) Dienstleistungsbetriebe, Handwerksbetriebe sowie Handwerksbetriebe mit
angeschlossenem Verkauf können ihren Betrieb fortsetzen.
Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Friseure,
Kosmetikstudios, Massagepraxen, Fußpflege, Logopäden, Nagelstudios,
Sonnenstudios, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe, bei denen eine
körperliche Nähe unabdingbar ist, werden geschlossen. Medizinisch
notwendige Behandlungen in Physio- und Ergotherapien oder z.B.
medizinischer Fußpflege bleiben weiter möglich.

(5) In allen Verkaufsstellen und Betrieben, insbesondere solchen mit
Publikumsverkehr, sind die Hygienevorschriften des Robert-Koch-Instituts
einzuhalten und wirksame Schutzmaßnahmen für Mitarbeiter und Besucher
umzusetzen.

1

(6) Für die in Abs. 1 genannten Einzelhandelsbetriebe ist das
Sonntagsverkaufsverbot aus dringendem öffentlichen Interesse im Sinne von
§ 11 Ladenöffnungsgesetz M-V durch die zuständigen Landräte und
Oberbürgermeister der kreisfreien Städte aufzuheben.

(7) Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Betriebe werden für den
Publikumsverkehr geschlossen. Gleiches gilt für Theater, Opern,
Konzerthäuser, Museen und ähnliche Einrichtungen, Messen, Ausstellungen,
Kinos, Freizeit- und Tierparks und Anbieter von Freizeitaktivitäten (drinnen und
draußen), Spielplätze (innen und außen), Spezialmärkte, Spielhallen,
Spielbanken, Wettannahmestellen und ähnliche Einrichtungen,
Prostitutionsgewerbe, Bordelle und ähnliche Einrichtungen, den Sportbetrieb
auf und in alien öffentlichen und privaten Sportanlagen, Schwimm- und
Spaßbäder, Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen."


2. Nach § 1 wird folgender § 1a eingefügt:


㤠1 a
Kontaktverbot


(1) Die Bürgerinnen und Bürger werden angehalten, die Kontakte zu anderen
Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstandes auf eine
absolut notwenige Personenanzahl zu reduzieren. In der Öffentlichkeit ist, wo
immer möglich, zu anderen als den in Satz 1 genannten Personen ein
Mindestabstand von 2 Metern einzuhalten.


(2) Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine, mit einer weiteren nicht im
Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen
Hausstandes gestattet. Der Weg zur Arbeit, zur Notbetreuung, Einkäufe,
Arztbesuche, Teilnahme an Sitzungen, erforderlichen Terminen und Prüfungen,
Hilfe für andere oder individueller Sport und Bewegung an der frischen Luft sowie
andere notwendige Tätigkeiten bleiben weiter möglich.


(3) Zusammenkünfte wie Gruppen feiernder Menschen auf öffentlichen Plätzen, in
Wohnungen sowie in privaten Einrichtungen sind unzulässig."


3. Nach § 5 wird folgender § 5a eingefügt:


㤠5a
Verschiebung von Kommunalwahlen
Satz 2 Landes- und Kommunalwahlgesetz wegen höherer Gewalt (hier: aus
Gründen des Infektionsschutzes) zu verschieben. In allen Kommunen, in denen
eine Wahl erforderlich wird, aber der Wahltermin noch nicht festgelegt wurde, ist
diese Festlegung auf die Zeit nach dem 20. April 2020 zu verschieben."

4. Der § 6 Abs. 2 Satz 2 wird wie folgt gefasst:

„Unaufschiebbare Zusammenkünfte, wie Trauungen und Beisetzungen, sind im
engsten Familienkreis unter Beachtung der Hygienevorschriften des Robert-
Koch-Instituts und Einhaltung des Mindestabstandes von 2 Metern in
Gegenwart von bis zu 20 Personen zulässig."

Artikel 2
Inkrafttreten

Die Verordnung tritt am Tage ihrer Verkündung in Kraft.


Schwerin, den 23. März 2020


Die Ministerpräsidentin


Manuela Schwesig


Der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Die Ministerin für Soziales, Integration
Gesundheit und Gleichstellung


Harry Glawe Stefanie Drese


Die Ministerin für Bildung, Wissenschaft Die Justizministerin
und Kultur

Bettina Martin Katy Hoffmeister
3


Zu Artikel 1 Nr. 1

Die Schließung der Bau- und Gartenbaumärkte beruht auf dem Umstand, dass diese
nach den Beobachtungen und Erkenntnissen der letzten Tage von Bürgern zum
Zeitvertreib genutzt wurden, wodurch sich in den Bau- und Gartenbaumärkten
Menschenansammlungen mit erheblichem Potential zur Verbreitung der Infektionen
gebildet haben.

Um die Versorgung der Bevölkerung und handwerklichen Dienstleistungen weiterhin
sicherzustellen, bleiben die Märkte für gewerbliche Kunden geöffnet.

Um die Ausbreitung der Infektionen weiter zu verlangsamen, werden die
Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege untersagt. Die medizinische
Versorgung bleibt gewährleistet.


Artikel 1 Nr. 2 und Nr. 3

Die weitgehende Reduktion bzw. Beschränkung sozialer Kontaktdichten im privaten
und öffentlichen Bereich trägt entscheidend dazu bei, die Übertragung des neuartigen
Coronavirus SARS-CoV-2 in der Bevölkerung zu verringern. Indem die Ausbreitung
verlangsamt wird, können die zu erwartenden schweren Erkrankungsfälle von COV1D-
19 über einen längeren Zeitraum gestreckt und Versorgungsengpässe in den
Krankenhäusern eher vermieden werden. Diese weiteren Maßnahmen sind
erforderlich und angemessen, da die bislang getroffenen Regelungen nicht
ausreichen, um das Fortschreiten der Infektionen im erforderlichen Maß
einzudämmen.

Fragen zum Corona-Virus